




Als im Wallis die Cholera ausbrach wurde der dazumal übliche Tauschhandel von Nahrungsmitteln wegen Ansteckungsgefahr verboten. Jeder Haushalt hat dann mit den spärlichen Lebensmitteln die vorhanden waren eine Art salzigen Kuchen hergestellt. Diesen Kuchen nannte man dann Cholera . Die Rezepte sind von Familie zu Familie verschieden. Meine Frau bäckt die Cholera nach der Art meiner Oma. Sie wäre stolz auf sie.
2 Stück ausgewallter Blätterteig, rund
6 Aepfel, vorzugsweise Golden, geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten
6 gekochte Kartoffeln, festkochend, geschält, gekocht und in Scheiben geschnitten
1 Pack luftgetrockneter Speck
5 Zwiebeln, geschält und in Halbringe geschnitten.
400 Gramm Gruyere, gerieben
Salz/PFeffer
Ein rundes Teflon-Kuchenblech mit einem Stück Teig ausschlagen. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen. Die Aepfel, Zwiebeln, die Kartoffeln vorerst gut salzen und pfeffern, Jeweils eine Schicht Aepfel, dann Kartoffeln, dann Speck, dann Zwiebeln, dann Gruyere in die Form schichten. Vorgang wiederholen.- Wenn der Kuchen gefüllt ist ,diesen mit dem zweiten Teigkreis luftdicht verschliessen. Deckel mit einer Gabel einstechen. Mit Eigelb bestreichen.
Die Cholera bei 200° in den Ofen schieben. Etwa 1 Stunde backen. Falls der Teigdeckel zu dunkel wird, mit einer Alufolie bedecken.
Aufschneiden. Ein Festmahl unserer Ahnen und durch nichts zu ersetzten.